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Sir.K Dukem
Spain Göttingen Niedersachsen - Lower Saxony
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Imperial vs. Imperial 2030
Geld regiert die Welt! Die Regierungen der sechs wichtigsten Nationalstaaten der Welt bzw. Europas sind austauschbare Marionetten, gelenkt und ausgequetscht von einer kleinen Clique reicher Geldgeber. Bei Imperial kurz vor dem ersten Weltkrieg und bei Imperial 2030 in naher Zukunft. Beide Imperials haben grundsätzlich den selben Plot. Interpretationsfreudige SpielerInnen könnten meinen es handelt sich um die spielerische Umsetzung von Veröffentlichungen des globalisierungskritischen Netzwerkes attac, der neuen "Occupy" Protestbewegung oder gar den antisemitischen Protokollen der Weisen von Zion. Letzteres wird als Hintergrund für die beiden Imperials nicht in Frage kommen, da sich in den Regeln zu Imperial 2030 klar zum Existenzrecht Israels bekannt wird (S.15). Auch von einer oberflächliche Weltsystemkritik wird nicht gebraucht gemacht, so das Imperial in erster Linie ein wertungsfreies Brettspiel mit einem einigermaßen brisanten Thema ist.
Abb.1 Vater und Sohn
Ziel des Spiels Die Heuschreckenkapitalisten (SpielerInnen) versuchen bei Imperial und bei Imperial 2030 aus den wirren der Interessenskonflikte der 6 führenden Großmächten ihrer Zeit das meiste Kapital herauszuschlagen.
Abb.2 Darum geht's: Abb.3 Geld, Geld und nochmals Geld...
Regeln Wer einem Land die meisten Kredite gegeben hat (Staatskasse und Spielerkasse werden getrennt), stellt dessen Regierung. Anfangs wird dies zufällig zugeteilt, später kann die Regierung von einem anderen Spieler, der höhere Kredite zur Verfügung gestellt hat, übernommen werden. Wer eine Regierung kontrolliert, kann auf einer kreisförmigen Aktionsleiste („Rondel“) eine von sechs Aktionen durchführen, indem ein Marker auf die entsprechende Stelle gestellt wird. Dies sind: 1. Fabrik bauen: Kostet 5 Mio. (die aus der Staatskasse gezahlt werden) 2. Produktion: Jede Fabrik produziert eine Einheit 3. Import: Bis zu drei beliebige Einheiten für je 1. Mio. in Heimatprovinz platzieren 4. Manöver: Einheiten bewegen, ggf. Kämpfen (Eine Einheit kämpft gegen eine gegnerische Einheit. Beide werden entfernt) 5. Steuern: Der Staat kassiert: 2 Mio. (pro intakter Fabrik) + 1. Mio. (pro besetztes neutrales Gebiet) - 1. Mio. (Sold pro Einheit). 6. Investor: Auf diesem Feld Zahlen die Staaten (aus der Staatskasse) Zinsen an ihre Geldgeber aus. Wird das Feld genutzt oder übertreten kann außerdem einE stetig wechselndeR SpielerIn neu in Staaten investieren UND außerdem noch der oder die jenige, welcheR keine Regierung kontrolliert.
Abb.4 Neues Rondel Abb.5 Altes Rondel
Tips für Anfänger Die wichtigsten Tips stehen bereits in der Anleitung (bei Imperial S.11 bzw. bei 2030 S.15): Und sollen hier nur kurz zusammengefasst werden mit den Worten: „Nationen? Wen kümmert's?!?“. In den Partien, bei denen ich beteiligt war sind noch folgende Dinge aufgefallen: Zahlungsfähig für neue Investitionen zu sein ist der Schlüssel zum Erfolg bei den beiden Imperials. Als erste Aktion kann es sich lohnen auf Investor zu gehen, um gleich Geld vom Staat zu kassieren und selber flüssig zu sein. Versucht euren MitspielerInnen dann Staaten abzujagen, wenn sie demnächst viel Bonusgewinn abwerfen. Staaten, die also bald auf der Machtskala aufsteigen. Die roten Länder (Großbritannien bzw. USA) erholen sich nur sehr langsam bis gar nicht von einer frühen Besetzung ihrer einzigen Waffenfabrik. Die gelben Länder (Östereich-Ungarn bzw. China) bilden eine gute Ergänzung für angrenzende Länder. Alleine geführt haben sie es ziemlich schwer.
Abb.6 Alte KarteAbb.7 Neue Karte
Wie spielt es sich Imperial und die Variante Imperial 2030 sind Spiele im europäischen Stil (Euros). Die Regeln sind sehr einfach und es gibt nicht gerade viele Regeln. Die Mechanismen sind miteinander verzahnt und wer zum ersten Mal eines von Mac Gerdts Rondelspielen spielt, wird von der Mechanik begeistert sein. Beide Spiel können als sehr einfache, leichte Kriegsspiele bezeichnet werden. Der kriegerische Aspekt steht aber nicht im Vordergrund des Spiels, es geht nicht darum die gesamte Karte mit einer Nation zu erobern. Kämpfen scheint generell nur den Sinn zu haben, Einheiten zu verpulvern. Große Achtungserfolge gegen andere Staaten wollen nicht so recht gelingen und neutrale Gebiete die gerade erobert wurden werden kurze Zeit später von einem anderen Staat erobert. Interpretativ gestimmt könnte man spekulieren, dass dadurch die „Sinnlosigkeit von Krieg“ spielerisch dargestellt wird, quasi als eine Art „Anti-Kriegsspiel“. OK, das ist sehr weit hergeholt... Aber zurück zum Thema: Viele Spieler erkennen auf Grund des Krediterwerbmechnismus Parallelen zu diversen Eisenbahnspielen. Das besondere an den beiden Imerials ist dabei sicherlich, das die Nationalstaaten nicht bis zum Schluss an einEn SpielerIn bindend sind. Es gibt einen stetigen Wechsel, durch die neu erworbenen Kredite. Auch das Spielen ohne selber eine Regierung zu stellen kann trotz der Passivität durchaus Spass machen und erfolgreich sein, da hierbei besonders häufig in Staaten investiert werden kann.
Abb.8 Nationen in ImperialAbb.9 Nationen in Imperial 2030
Pro & Contra
Pro + Innovative Spielideen: Ein bisschen Eroberungsspiel, ein bisschen Kreditvergabe und wechselnde Staatsführung + Keine Würfelkämpfe (und allgemein: geringer Glücksfaktor)! + Abendfüllend aber nicht episch (ca. 3-4h Spielzeit)
Contra - Die Abfolge der Aktion ist durch das Rondel etwas statisch vorgegeben. Aktion überspringen lohnt sich zudem selten (teuer). - Kämpfe sind etwas sinnlos. Nicht selten wird hauptsächlich deshalb angegriffen, um die Anzahl der eigenen Einheiten zu reduzieren um mehr Steuern einzunehmen - Benötigt viele Teilnehmer (4-6, für mich ideal mit 5). Dadurch wird es schlechter Planbar.
Abb.10 Das Upgrade Kit
Imperial oder Imperial 2030? Natürlich stellen sich viele SpielerInnen die Frage welches Imperial den für sie nun am besten geeignet ist. 1 2 3 Die meisten wissen, das die Unterschiede nicht sehr groß sind. Letztlich handelt es sich um zwei Varianten des selben Spiels. Wer sich gar nicht entscheiden kann welches Imperial zu ihm / ihr passt, sollte Imperial ggf. später mit dem Upgradekit zu Imperial 2030 ergänzen. In der dritten Edition von Imperial sind sogar die Veränderungen die bei Imperial 2030 den Standard bilden mit integriert (30Mil. Kredit, Schweizer Bank, etc.). Auf der Herstellerseite stehen die genauen Unterschiede aufgelistet.
Was spricht für Imperial + Schlichtes Brettdesign + Thematischer als 2030 (spielt kurz vor dem ersten Weltkrieg) + Mehr Felder und somit Kämpfe auf dem Heimatterritorium der Staaten. Es kommt öfter zur Blockade von Fabriken (Herausragender Unterschied im Spielgefühl für mich).
Abb.11 Komponenten in Imperial
Was spricht für Imperial 2030 + Panzer Meeples + Weltkarte + Einfachere Machtwertberechnung + Mehr neutrale Felder. Die Kämpfe laufen dadurch weniger auf dem Heimterritorium ab (Herausragender Unterschied im Spielgefühl für mich).
Abb.12 Panzer Meeples in 2030
Fazit Die beiden Imperials sind anspruchsvolle Euros mit kriegerischem Aspekt, was sie zu einfachen Kriegsspielen macht. Die Regeln sind sehr einfach, aber es stecken viele Möglichkeiten dahinter. Das Rondel wurde bisher in beinahe sämtliche Spielen von Mac Gerdts verwendet, es ist somit nicht neu aber ein solider Mechanismus. Die Idee Kredite für Anteile zu vergeben findet sich auch bei diversen Eisenbahnspielen, die Übertragung auf Nation ist genial und gut umgesetzt worden. Der Glücksanteil bei diesem Spiel ist sehr gering, wenn die Startländer ersteigert werden und nicht verteilt (Profi-Variante S.4 bzw. S.5) ist das Glück sogar beinahe bei Null. Lediglich das Handeln der Mitspieler ist unbeeinflussbar. Das Thema kann von einer Gruppe die es annimmt sehr Humorvoll (Zylinder, Zigarre sowie die Verwendung von verschwörerisch anmutenden Namen und Dialekten) mitgetragen werden. Ich bevorzuge Imperial 2030, da ich die Weltkarte besser finde und die neutralen Länder meiner Meinung nach für weniger nutzlose kämpfe sorgen (neutrale Länder erobern ist spieltechnisch sinnvoll). 
Abb.13 Wohl & Übel: Die Schweizer Bank
Schlussbemerkung zur Review Die in der Einleitung erwähnte politische Interpretation von Imperial ist sehr subjektiv und sollte nicht überbewertet werden. Imperial ist ein Brettspiel, keine politische Aussage. Außerdem möchte ich klarstellen, das ich dem Entwicklungsteam von Imperial weder Antisemitismus vorwerfe, noch möchte ich das Thema Antisemitismus verharmlosen. Eine Einleitung soll Interesse wecken und ggf. diskutierbare Ansätze liefern, was ich hier versucht habe.
Mac Gerdts Imperial von Eggert-Spiele und PD-Verlag 2006 Mac Gerdts Imperial 2030 vom PD-Verlag 2009
                
Imperial vs. Imperial 2030 Money rules the world! The governments of the six major nations of the world and of Europe are interchangeable puppets, directed and squeezed by a small clique of wealthy donors. In Imperial just before the First World War began and in Imperial 2030 in the near future. Both Imperials have basically the same plot. Players who joyous to interpretat this might think it is the implementation of a publication from attac, the new “Occupy” movemend or the anti-Semitic protocols of the Elders of Zion. The latter will not come into consideration as a background for the two Imperials, due to the fact that the rules for Imperial 2030 clearly shown into right of the existence of Israel is known (p.15). Even a superficial world-systems criticism is not to see in this Game, so both Imperials are primarily board games, free of any evaluation with a somehow controversial topic. Fig.1 Father and Son
The aim of the game In Imperial and Imperial 2030 the “locusts capitalist” (players) are deep into the tangled conflicts of intersts of the six leading superpowers of their time and try to get out most of the capital as possible.
Fig.2 That's what it is about: Fig.3 Money, Money, Money...
Rules Who has allocate the largest bonds to a nation (the tresury of the nations and the cash of the players are separated), represents their government. At the outset this will be assigned randomly, then the government may be acquired by another player who has made a larger bonds in sum. Who controls a government can choose one of six actions by a marker which is placed on the appropriate location on a circular action bar ("Rondel"). These are: 1st Factory Building: This cost 5 million (to be paid from the treasury) 2nd Production: Each factory produces one unit 3rd Import: Up to three units in any order for each first million placed in home province 4th Maneuver: Units can be moved her, if necessary, fight with enemy units (one unit is fighting against an enemy unit, both are removed.) 5th Taxation: The nation conceded: 2 million (per intact factory) + 1 Million (per occupied neutral territory) - 1 Million (Sold per unit). 6th Investor: In this field the nations pay the interest rates to their lenders (from treasury). If the field is used or passed over a constantly changing player AND also a player without government control can re-invest in nations.
Fig.4 New Rondel Fig.5 Old Rondel
Tips for beginners The most important tip is already in the rulebook (p.11 in Imperial p.15 in 2030): And should there be only briefly summarized with the words "Nations? Who cares?". In the games where I was involved we are still noticed the following things: Solvency for new investments is the key to the success of the two Imperials. As first action, it may be worthwhile to choos investor to require money from the nation to be liquid right from the beginning. Then trie to snatch your fellow players thus nations which gain lot of bonus money soon. This are nations that rise on the power scale quickly. The red nations (the United Kingdom or United States) recover only very slowly or not at all from an early occupation of their only weapons factory. The yellow countries (Austria-Hungary and China) are a good to complement the surrounding countries. Alone they have it pretty hard.
Fig.6 Old MapFig.7 New Map
How it plays Imperial and 2030 are European-style games (Euros). The rules are very simple and there are not many rules. The mechanisms are interrelated and who for the first time played one of Mac Gerdts Rondel games will be enthralled by this mechanics. Both games can be described as very simple, light war games. The military aspect is not the focus of the games, it's not about conquering the entire map with a nation. Fight seems generally to have only the sense to blow units away. Great success against other nations can not really be managed and neutral zones were conquered just a short time later by another nation. People in a interpretively mood might speculate that this is the "senselessness of war" depicted by a game, almost as a kind of "anti-war game." OK, that's very far-fetched ... But back to the topic: Many players realize due to the Stock Holding michanism parallels to various train games. The special feature of the two Imerials is surely that nations are not binding until the end of the game to one player. There is a constant change, because ot the newly acquired bonds. Even without leading a government the games themselves are quite successful and fun, because than the players can particularly invest in nations.
Fig.8 Nations in ImperialFig.9 Nations in Imperial 2030
Pro & Contra
Pros + Innovative game ideas: A little game of conquest, Stock Holding and changing governance + No dice battles (and in general: A low luck factor!) + Full feature-length, but not epic (about 3 to 4 hours playing time)
Cons - The sequence of action is somehow static, determined by the Rondel. Skiping action is worthwhile also rare (expensive). - Battles are a bit pointless. Often players mainly attacked on an other to reduce the number of the own units to take more taxes later - Requires many co-players (4-6, for me ideally with 5). This makes it difficult to plan in the game.
Fig.10 The Upgrade Kit
Imperial or Imperial 2030? Of course, many players asked which Imperial is now best suited to them. 1 2 3 Most people know that the differences are not big. Finally there are two variants of the same game. Those who can not decide should start with Imperial. Later they possibly complement it with the upgrade kit of Imperial 2030. In the third edition of Imperial, even the changes of 2030 are integrated (30Mil. credit, Swiss Bank, etc.). On the „More Information“ part of the BGG discription the exact differences are listed.
Why choosing Imperial + Simple board design + Thematically than 2030 (which takes place shortly before the First World War) + More fields and therefore fighting on the home territory of the nations. It comes more often to blockading of factories (the outstanding difference in the feeling for me).
Fig.11 Components in Imperial
Why choosing Imperial 2030 + Tanks Meeples + World map + Easier power value calculation + More neutral fields. The fights run less at the home territory (the outstanding difference in the feeling for me).
Fig.12 Tank Meeples in 2030
Conclusion Both Imperials are demanding Euros with a warlike aspect, which makes them to simple war games. The rules are very simple, but there is a lot of possibilities behind them. The Rondel has been used in almost every of Mac Gerdts games, it is not new but a solid mechanism. The idea of Stock Holding can also be found at various train games, the transfer of this mechanism to nations is an awesome, well implemented idea. In this games the share of luck is very low. If the start up nations are not random allotted (professional variant p.4/p.5) luck is even nearly zero. Only the actions of the players is unswayable. The theme can be very humorous in a group in which assumes it (such as wearing cylindrical, smoking cigars, and using of conspiratorial-sounding names and dialects). I prefer Imperial 2030, because I like the world map more than a euromap, and because of the neutral countries fighting is less usless in my opinion (conquer neutral countries make sense in that games). 
Abb.13 Welfare & Evil: The Swiss bank
Final words about this Review The political interpretation mentioned in the introduction of Imperial is very subjective and should not be overstated. Imperial is a board game, not a political statement. Also, I want to clarify that I don't reproach the development team of Imperial neither anti-Semitism, nor do I want to trivialize antisemitism. An introduction should arouse interest and may provide approaches debatable, thats what I have attempted here.
Mac Gerdts Imperial by Rio Grande Games 2006 Mac Gerdts Imperial 2030 by Rio Grande Games 2009
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