War of the Ring (first edition) - Kurzübersicht über die 2. Edition der deutschen Ausgabe des Ringkrieges Subscribe sub options
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Posted: 2012-06-20
Category: Review
Language: German
Tyler Durden
Germany
Goettingen
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Ich bin gerade dabei die Figuren zu bemalen. Ca 12 Stunden für 19 Rohan Figuren ... das kann eine Menge arbeit werden, aber es sieht absolut geil aus.

- Wer das Spiel noch gar nicht kennt, liest den ersten Teil dieser Rezension
- Wer bereits Der Ringkrieg in der ersten Edition besitzt und wissen möchte was sich in der zweiten Edition geändert hat, liest den zweiten Teil der Rezension
- Wer gerne lange, ausufernde Texte mag, liest einfach alles

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Für die, die der Ringkrieg nicht kennen:
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Für alle Fans der Herr der Ringe Bücher und Filme ist Der Ringkrieg DAS Brettspiel schlechthin. In der Theorie können bis zu vier Personen die Schlachten Mittelerdes nachspielen, in der Praxis ist das Spiel aber eigentlich ein reines zwei Personenspiel. Ein Spieler übernimmt die Freien Völker Mittelerdes, einer schlüpft in die Rolle Saurons. Das Flair der Bücher ist wunderbar eingefangen. Auf der einen Seite steht das Böse: Sauron rüstet auf, aktiviert seine Verbündeten und bereitet alles zum Vernichtenden Sturm auf Mittelerde vor. Auf der anderen Seiten stehen die Freien Völker Mittelerdes: Militärisch Hoffnungslos unterlegen versuchen sie den Vernichtungswellen des Bösen standzuhalten und setzen ihre ganze Hoffnung die Gemeinschaft des Ringes.

In dem Video gebe ich eine kurze Übersicht über das Spiel an sich, den Spielablauf, die Materialien und die Mechaniken. Trotz der 10 Minuten kann man vieles in dieser kurzen Zeit nur kurz anreißen denn Der Ringkrieg ist ein wahrhaft episches Spiel.
Idealerweise sollte vor Spielbeginn einer der beiden Spieler die Regel schon mehrfach gelesen haben und vlt. auch mal zwei, drei Proberunden mit sich selbstgespielt haben. Denn auch wenn das Spiel auf den allerersten Blick ein wenig an ein Risiko im Herr der Ringe Universum erinnert, so viel mehr steckt in diesem Spiel drin, und nachdem man eine Partie gespielt hat ist man beeindruckt von dem Spielgefühl dass der Ringkrieg vermittelt. Aber benötigt definitiv einige Partien um wirkliche alle Mechanismen verinnerlicht zu haben und es kann auch nicht schaden, nach einer Partie noch einmal die Regeln durchzulesen, um etwaige Fehler auszumerzen.

Allein aus diesem Kommentar zur Anleitung kann man schon sehen, dass der Ringkrieg kein Spiel für zwischendurch ist. Für die ersten Partien sollte man durchaus einen ganzen Abend, also mehrere Stunden einplanen. Hat man ein paar Partien hinter sich und beherrscht alle Regeln ist eine Partie aber auch locker in 90 Minuten machbar.

Wer einmal einen Blick auf das Spielmaterial geworfen hat, der weiß, dass man hier auch wirklich etwas für sein Geld bekommt. Der Spielplan besteht aus zwei einzelnen großenen Spielplänen, die zusamengelegt werden um den Kontinent Mittelerde zu zeigen. Dem Spiel liegen über 200 Plastikminiaturfiguren bei. Leider nur in zwei Farben, wobei es deutlich mehr Fraktionen gibt. Hier ist mein Tipp dass man auf jeden Fall die Figuren bemalen sollte. Wer da wie ich weder Händchen noch Lust zu hat, sollte sich dennoch ein paar Farben zulegen oder ausleihen um zumindestes die Basen der Figuren zu bemalen, damit man schnell die Figuren entsprechender Fraktionen zusammensortieren kann. Das erleichtert das Handling wirklich ungemein und die Zeit die man investiert holt man auf jeden Fall beim Aufbauen und auch beim Spielen selbst wieder raus. Und wer weiß vlt. kommt man ja doch mal in Versuchung noch mehr als nur die Basis einer Figur anzumalen.

Besonders schön gefällt mir an dem Spiel die Asymetrie: Es reicht nicht einfach nur zu versuchen einen militärischen Sieg zu erinngen. Der Ring und die Gemeinschaft des Ringes darf niemals aus den Augen gelassen werden. Diese beiden Ebenen des Spiels laufen unabhängig voneinander ab, sind aber dennoch wunderbar harmonisch in das Spiel integriert. Alles was man tut wird durch Aktionen die einem die Würfel erlauben gesteuert, so dass sich bei jedem Zug für jeden Würfel die man auch für die Gemeinschaft des Ringes verwenden könnte, die Frage stellt ob man ihn für militärische Aktionen verwendet, oder ob man sich doch lieber auf die Gemeinschaft des Ringes konzentriert.Konzentriert man zu viele Aktionen auf das eine, könnte der Gegner des ausnutzen um einem in dem anderen Bereich empfindlich zu schaden. Gerade der Sauron Spieler muss aufpassen, denn eigentlich sind die freien Völker militärisch Hoffnungslos unterlegen, aber sie benötigen auch gerade mal vier statt zehn Siegpunkten: Das sind nur zwei Festungen und schon hat man gewonnen.

Das Kampfsystem ist relativ traditionell. Es gibt normale Einheiten die einen Treffer aushalten, Eliteeinheiten die zwei Treffer aushalten können und Anführer, die dafür sorgen dass man verpatze Würfelwürfe wiederholen darf. Jede 5 ode 6 ist ein Treffer. Die Kämpfe werden stark durch Ereigniskarten beeinflußt, so dass man immer ein Auge darauf haben sollte, die richtigen Aktionskarten aufzusparen, was manchmal gar nicht so einfach ist, denn jede Aktionskarte hat neben ihrer Kampffunktion noch eine andere Funktion, wie z.B. zusätzliche Einheiten zu rekrutieren, so dass man auch hier ständig vor Entscheidungen steht.
Sehr schön finde ich auch die Belagerungsschlachten, wo sich eine angegriffene Armee in die Festung zurückzieht, dann deutlich schwerer anzugreifen ist, aber auch gleichzeitig selbst einen Ausfall versuchen kann, oder aber auf Hilfe von Außen hoffen kann.
Oftmals wird man so Situationen erleben, die einen an die Bücher erinnern und meiner Erfahrung nach verlaufen die ersten Partien oftmals ähnlich wie die Schlachten in den Büchern, nach einigen Partien probiert man dann aber auch mal neue Varianten aus.

Ganz großer Tipp für die Atmosphäre beim Spiel ist, sich den Herr der Ringe Soundtrack von allen drei Teilen zuzulegen und während des Spielens im Hintergrund laufen zu lassen. Für jeden Herrn der Ringe Fan wird so eine Partie beinahe so etwas wie die Erfüllung eines Kindheitstraumes.

Fazit:
Wer bis hierher gelesen hat, der hat gemerkt, dass ich von dem Spiel relativ begeistert bin. Es ist für mich schlichtweg DIE Brettspielumsetzung des Herrn der Ringe Themas und in dieser zweiten Edition nahezu perfekt gelungen. Die Spieler müssen einige Zeit in das Regelstudium investieren, werden dafür mit einem großartigen Spielerlebnis belohnt. Für Fans der Bücher oder der Filme ist dieses Spiel nahezu ein Pflichtkauf.
Unentschlossenen rate ich dazu, einfach das 10 minütige Video zu schauen, danach sollte man eigentlich einen Eindruck haben, ob dieses Spiel etwas für euch ist oder nicht. Wenn noch Fragen offen sind, nicht zögern sie zu stellen.
Allen die sich dieses Spiel zulegen wünsche ich viel Spass damit und sollte euch diese Rezension weitergeholfen haben würde ich euch bitten sie als Hilfreich zu markieren.

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Für die Besitzer der ersten Edition
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Unterschiede zwischen 1. und 2. Edition

Das Spiel ist grundsätzlich das gleiche geblieben. Es gibt aber dennoch teilweise kleinere, teilweise größere Änderungen, die ich hier im folgenden einmal kurz zusammengefasst habe:

- Spielplan: Größe ist beibehalten worden, die Aufmachung entspricht jetzt aber der Collectors-Edition. Sprich die Regionen sind oftmals größer und bieten auch für größere Armeen Platz, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nation ist verbessert worden und Dinge wie Festungen und Siedlungen sind hervorgehoben worden und nun leichter erkennbar. Einige wenige Namen wurden verändert, dies hat aber spieltechnisch auch in Hinblick auf die Karten fast keine Auswirkungen. Man könnte also auch einfach mit dem überarbeiteten Regelwerk auf dem alten Brett spielen

- Karten: Die wohl wichtigste Änderung im Vergleich zur 1. Edition sind die Karten. Sie sind nun deutlich größer und lesbarer, das ist aber eher unwichtig. Viel entscheidender ist die komplette Neuübersetzung sämtlicher Kartentexte. In der 1. Edition sind dermaßen viele Übersetzungsfehler enthalten, dass das Spiel ohne eine mehrseitige Errate an und für sich unspielbar war. Ich habe zwar nicht alle Karten Karte für Karte überprüft, aber bei allen die ich bisher stichprobenartig kontrolliert habe, passt die Übersetzung jetzt. Da kann man nur sagen: Danke Heidelberger.

- Miniaturen: Der Großteil der Miniaturen ist gleich geblieben (d.h. der Hexenkönig hat immer noch eine Klinge die an Impotenz leidet), jedoch hat man nun eine Gollum Miniatur, die es ursprünglich nur als Spielboxbeilage gab. Außerdem wurden die Navzgul verändert. Das alte Design fand ich persönlich sehr viel hübscher, aber leider fielen die Dinger ständig um. Mit dem neuen Design bleiben sie in jeder Situation standhaft, daher ist diese Überarbeitung sehr zu begrüßen und auch wieder sehr sinnvoll.

- Würfel: Die Aktionswürfel der Spieler sind nun deutlich besser lesbar, gerade die blauen Würfel des Spielers der freien Völker. Die Kampfwürfel wurden sehr stark verkleinert, hier werde ich auf jeden Fall größere Würfel benutzen

- Bei den ganzen Pappmarkern hat sich im Prinzip nichts verändert, außer das der Druck sorgfältiger stattgefunden hat und die Grafiken jetzt alle mittig sind und nicht mehr leicht verrückt, wie es teilweise bei der 1. Edition der Fall war.

- Regeln: Die Regeln sind grundsätzlich die gleichen geblieben, jedoch gibt es diverse kleine Anpassungen, die teilweise wichtig für den Spielablauf sind. Zum Beispiel DARF der Schattenspieler die Jagd nun nicht mehr ignorieren, sondern MUSS einen Würfel für die Jagd aufwenden, wenn sich die Gemeinschaft bewegt hat. Gandalf der Graue ist nun ein wenig stärker, der Hexenkönig ein wenig Schwächer. Davon ab gibt es noch kleinere Regeländerungen die ganz am Anfang der Spielanleitung in einer Box zusammengefasst wurden.

Wichtig für Besitzer der 1. Edition: Es gibt ein Upgradekit in dem die neuen Karten enthalten sind. Dies ist zwar derzeit noch nicht über Amazon zu beziehen, dürfte aber wohl auch bald hier erhältlich sein. Es ist also möglich sich einfach die überarbeiteten Regeln runterzuladen, das Upgrade-Kit zu kaufen und somit endlich ein "richtiges" Der Ringkrieg spielen zu können.
Wer natürlich zusätzlich den tollen neuen Spielplan habe möchte, sowie die neuen Navzgulfiguren und die Gollumfigur der muss ich dann eben doch die zweite Edition holen.
Für alle die Der Ringkrieg noch nicht besitzen ist dies die Edition die man braucht (außer man hat 1.000€ für die Collectors-Edition übrig). Jeder, der die erste Edition bereits besitzt, kann nach dieser Übersicht hoffentlich entscheiden ob er sich die zweite auch noch zulegen möchte.

Vielen Dank fürs Lesen meiner Rezension
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